Und da war das Semester auch schon zu Ende und mit ihm der Kurs. Habe ich etwas Neues gelernt? Um ehrlich zu sein nicht wirklich, es war – wie erwartet – viel Bekanntes bereits dabei, allerdings hat es nicht geschadet verschiedene Themen erneut wieder aufzugreifen und alte Kenntnisse heraus zu kramen. Ich war überrascht, dass sich innerhalb der 8 Semester nicht wirklich viel getan hat – sicherlich, so manches Tool ist in der Versenkung verschwunden, ist vom Konkurrenten übernommen worden, oder es haben sich neue Tools das Monopol gesichert, allerdings hat sich wenig an der Art der Tools selbst geändert. Es sind immer noch die gleichen, großen Themen, wie zum Beispiel Urheberrecht oder eben auch Onlinereputation, die die Gesellschaft beschäftigen und sie immer noch vor die gleichen Probleme stellen. Vor allem im Bereich Urheberrecht scheint noch lange kein Konsens in Sicht zu sein, was es für die User nicht wirklich einfacher macht. Sicherlich, mittlerweile sind gewisse Tendenzen festzustellen, aber eine definitive Lösung für das Problem ist noch nicht gefunden. An meiner Einstellung gegenüber Lerntagebüchern hat sich leider nicht wirklich etwas geändert, denn ich persönlich mag es nicht regelmäßig dazu gezwungen zu werden über Dinge zu schreiben – ich schreibe gerne, wenn ich die Lust dazu habe, aber regelmäßig? Da bin ich leider wie ein/e SchülerIn. Für meine weitere Studienlaufbahn werde ich diese Tools vermutlich nicht mehr nützen können, dafür aber bin ich durch diesen Kurs wieder daran erinnert worden, was man nicht alles im Schulgebrauch später einsetzen könnte. Sicherlich, alles hat seine Grenzen und ich werde nicht jedes Tool in der Praxis verwenden können (aufgrund von Zeit, Aufwand etc.), allerdings ist die Motivation Web 2.0 Tools im Klassenzimmer einzusetzen definitiv wieder angestiegen. Und deshalb würde ich jedem/jeder LehramtstudentIn es empfehlen entweder „e-study skills“ oder „e-teaching skills“ zu besuchen, weil man da auch praxisbezogene Vorschläge bekommt, die auch sinnvoll eingesetzt werden können und nicht nur irgendwelche pädagogischen Hirngespinste sind.
Donnerstag, 17. Juli 2014
Abschlussfazit
Und da war das Semester auch schon zu Ende und mit ihm der Kurs. Habe ich etwas Neues gelernt? Um ehrlich zu sein nicht wirklich, es war – wie erwartet – viel Bekanntes bereits dabei, allerdings hat es nicht geschadet verschiedene Themen erneut wieder aufzugreifen und alte Kenntnisse heraus zu kramen. Ich war überrascht, dass sich innerhalb der 8 Semester nicht wirklich viel getan hat – sicherlich, so manches Tool ist in der Versenkung verschwunden, ist vom Konkurrenten übernommen worden, oder es haben sich neue Tools das Monopol gesichert, allerdings hat sich wenig an der Art der Tools selbst geändert. Es sind immer noch die gleichen, großen Themen, wie zum Beispiel Urheberrecht oder eben auch Onlinereputation, die die Gesellschaft beschäftigen und sie immer noch vor die gleichen Probleme stellen. Vor allem im Bereich Urheberrecht scheint noch lange kein Konsens in Sicht zu sein, was es für die User nicht wirklich einfacher macht. Sicherlich, mittlerweile sind gewisse Tendenzen festzustellen, aber eine definitive Lösung für das Problem ist noch nicht gefunden. An meiner Einstellung gegenüber Lerntagebüchern hat sich leider nicht wirklich etwas geändert, denn ich persönlich mag es nicht regelmäßig dazu gezwungen zu werden über Dinge zu schreiben – ich schreibe gerne, wenn ich die Lust dazu habe, aber regelmäßig? Da bin ich leider wie ein/e SchülerIn. Für meine weitere Studienlaufbahn werde ich diese Tools vermutlich nicht mehr nützen können, dafür aber bin ich durch diesen Kurs wieder daran erinnert worden, was man nicht alles im Schulgebrauch später einsetzen könnte. Sicherlich, alles hat seine Grenzen und ich werde nicht jedes Tool in der Praxis verwenden können (aufgrund von Zeit, Aufwand etc.), allerdings ist die Motivation Web 2.0 Tools im Klassenzimmer einzusetzen definitiv wieder angestiegen. Und deshalb würde ich jedem/jeder LehramtstudentIn es empfehlen entweder „e-study skills“ oder „e-teaching skills“ zu besuchen, weil man da auch praxisbezogene Vorschläge bekommt, die auch sinnvoll eingesetzt werden können und nicht nur irgendwelche pädagogischen Hirngespinste sind.
Montag, 30. Juni 2014
Quick tip: Die Top 8 Onlinedateiablagen
Die Social Times hat übrigens eine Top 8 der Onlinedateiablagen veröffentlicht: http://socialtimes.com/top-15-free-online-file-storage-sites-2_b117246
Ich persönlich bevorzuge es meine Daten auf externen Festplatten stets bei mir zu haben, muss ich allerdings Dateien mit jemandem teilen, so greife ich aus Bequemlichkeit auf Dropbox zurück.
Ich persönlich bevorzuge es meine Daten auf externen Festplatten stets bei mir zu haben, muss ich allerdings Dateien mit jemandem teilen, so greife ich aus Bequemlichkeit auf Dropbox zurück.
Montag, 16. Juni 2014
Der gläserne Mensch?
Der/die zukünftige ArbeitgeberIn findet diese Daten mithilfe von Suchmaschinen, wie Google. Man will doch schließlich wissen, welche Leichen im Keller der potenziellen Bewerber sind. Mittlerweile ist diese Methode schon so verbreitet, dass es sogar eigene Suchmaschinen gibt, die aus verschiedenen Seiten all die bereitgestellten Informationen zusammensuchen und dann übersichtlich dem/der Suchenden auf dem Silbertablett präsentieren. Vorbei sind die Zeiten, in denen man stundenlang nach den Fotos von der letzten Party suchen muss – das macht mittlerweile die Suchmaschine alleine. Was man dagegen machen kann? Eine Möglichkeit wäre sich vom WWW komplett zu verabschieden und wieder anzufangen mit Feder auf Papier zu schreiben und den Brief dann per Brieftaube zu verschicken. Dass dies nicht wirklich eine Option ist, sollte jedem/jeder klar sein.
Was kann man also aktiv machen? Hierauf gibt der Online Reputation Guru Antworten:
https://www.youtube.com/watch?v=UOP89L3g_48
Es stellt sich nun die Frage, ob die Verschlüsselung von Dateien irgendeinen Nutzen hat, oder nicht. Fakt ist, dass es irgendwo Leute gibt, die Zugriff auf die Daten haben, egal ob diese verschlüsselt sind. Die Verschlüsselung macht es vielleicht für Fremde schwieriger Zugriff auf die Dateien zu bekommen, jedoch wenn sie diese knacken wollen, so finden sie sicherlich Mittel und Wege. Ich persönlich verschlüssle Archive auf meinen Festplatten, um meiner Familie nicht Zugang zu allen Informationen zu gewähren – aber ich bin mir auch bewusst, dass dieser Schutz nicht wirkungsvoller als das Fahrradschloss aus dem 1 Euro Shop ist. Es hilft oberflächlich, aber sobald es ums Eingemachte geht, ist die Verschlüsselung sinnlos.
Montag, 28. April 2014
Gute Musik mit Creative Commons Lizenz - geht das?
Die Seite Jamendo bietet KünstlerInnen die Möglichkeit ihre Musik unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung zu stellen und den UserInnen diese gratis zu downloaden und bei Gefallen einen selbst ausgewählten Geldbetrag zu überweisen. Es gibt auch einen eigenen Youtube Channel von Jamendo, wo Videos ebenfalls unter der Creative Commons Lizenz online gestellt werden:
(cc) Soul on Fire - John Q ll JamendoTV
Natürlich wäre es eine Lüge nun zu behaupten, dass jede Aufnahme auf der Seite qualitativ - sowohl auf musikalischer, als auch auf aufnahmetechnischer - mit großen Studioproduktionen mithalten können. Allerdings ist die Qualität im Laufe der Zeit gestiegen und da jede/r UserIn die Möglichkeit hat vorher in das Gesamte Album hineinzuhören, greift man letztendlich kaum daneben. Und letztendlich profitieren sowohl MusikerInnen, als auch UserInnen von diesem Austausch - und diese Seite ist Schuld daran, dass ich einige neue Lieblingsbands entdeckt habe.
Und um noch einmal kurz ins Gedächtnis zu rufen, was Creative Commons Lizenzen sind, hier eine Präsentation:
(cc) http://de.slideshare.net/ccAustralia/amwa-webinar-slides-26-september-2013 ll Anne Fitzgerald
Und um noch einmal kurz ins Gedächtnis zu rufen, was Creative Commons Lizenzen sind, hier eine Präsentation:
Dienstag, 8. April 2014
Quick tip: Wikis im Schulsystem
Dieses Video der VEA (Video Education Australia) verdeutlicht genau, was die Vorteile von Wikis im Schuleinsatz sind.
Montag, 7. April 2014
Wikisysteme
(cc) Quelle: https://www.flickr.com/photos/greeblie/3338710223 ll greeblie
Wenn man vor 30 Jahren Informationen benötigte, so ging man entweder in die Bibliothek, oder kaufte eine Enzyklopädie. Heutzutage erwirbt kaum jemand alle Bände des Brockhaus – wieso auch, wenn es viel schneller und kosteneffizienter geht? Wikipedia gibt doch die Antworten auf alle Fragen. Und damit kommen wir auch zu dem heutigen Thema: Wikis - das Bekannteste unter ihnen ist natürlich Wikipedia.
Was sind überhaupt Wikis?
Diese Videos (Teil 1 und Teil 2) geben eine sehr gute Antwort auf diese Frage.
In der Theorie scheint alles sich als durchaus einfach zu gestalten, weshalb wir es selbstverständlich auch in der Praxis ausprobiert haben. Mit welchen Problemen wir zu kämpfen hatten? Vor allem mit dem Layout – die Schriftart änderte sich gerne, Bilder konnten ohne sichtlichen Grund nicht in der Mitte der Seite platziert werden, dann waren die Abstände zwischen den Zeilen unterschiedlich und und und. Wieso genau diese Dinge in den entsprechenden Momenten nicht funktionierten, konnten wir nicht feststellen, aber mithilfe des Editors und dem HTML Code konnte alles ausgemerzt werden. Die Bedienung des Wikis ist selbst für Laien einfach zu verstehen, auch wenn hin und wieder Probleme auftreten können, die mithilfe von Tutorials oder Herumprobieren gelöst werden können. Mein Fazit: in der Zukunft werde ich Wikisysteme zwar nicht mehr im Unialltag gebrauchen, allerdings eignen sie sich meiner Meinung nach ideal zur Arbeit mit SchülerInnen. Sie sind einfach zu bedienen, bieten genügend Gestaltungsmöglichkeiten und die SchülerInnen können nebenbei auch über Urheberrecht usw. aufgeklärt werden.
Mittwoch, 2. April 2014
Quick tip: Lernmanagementsysteme
Was ist das überhaupt? Wie setzt man es ein? Was findet man darauf?
Die Antworten auf all diese Fragen gibt es hier.
Die Antworten auf all diese Fragen gibt es hier.
Dienstag, 1. April 2014
Quick tip: wieso Facebook nicht in der Schule verwendet werden sollte
Dieser extra Beitrag geht auf die Suche nach der Antwort auf die Frage, was Facebook mit den erhaltenen Daten macht....
Montag, 31. März 2014
Quick tip: das Urheberrecht und wie man es den SchülerInnen erklären soll
Ich bin durch Zufall auf diese Broschüre gestoßen, die sogar Materialien zu dem Thema Urheberrecht beinhaltet, die an die SchülerInnen ausgeteilt werden sollen.
Ein kleiner Ausflug ins Urheberrecht
Man kennt dieses Szenario nur allzu gut: man stößt auf Youtube auf ein lustiges Video oder in den Weiten des World Wide Web auf ein besonders süßes Katzenfoto und muss es natürlich sofort auf seiner Facebookchronik posten um es mit all seinen Freunden zu teilen. Doch kaum jemand macht sich darüber Gedanken, ob er das darf oder nicht. Ist es automatisch eine Urheberrechtsverletzung?
Wer auf der sicheren Seite sein möchte, der verwendet Dateien mit einer sogenannten „Creative Commons“ Lizenz. Hierbei handelt es sich um Werke, die von ihren Urhebern zur Verfügung gestellt werden und unter bestimmten Bedingungen weiterverwendet werden dürfen. Der Urheber entscheidet selbst was mit seinen Werken gemacht werden darf und will im Gegenzug genannt werden. Eine durchaus gute Idee, mittlerweile ist nicht nur bei Bildersuchmaschinen wie Flickr.com ein Filter für Creative Commons Bilder verfügbar, sogar Google erlaubt mittlerweile die gezielte Suche nach Bildern mit einer Creative Commons Lizenz. Ein guter Schritt nach vorne, allerdings ändert dies nichts an der Tatsache, dass der Großteil der Bevölkerung weder von Creative Commons je etwas gehört hat, noch dass er sich Gedanken über das Urheberrecht macht.
Dieses Video verdeutlicht ganz genau, wie Creative Commons funktioniert - um keine Urheberrechtsverletzung zu begehen, da keinerlei Vermerke zur Lizenz im Profil oder der Videobeschreibung gemacht wurden, wurde vorsichthalber nur verlinkt.Was kann man nun machen um nicht selbst zum "Pirat" zu werden? Der elektronische Reporter gibt in einer Folge einen guten Einblick in die Problematik.
Welche zwei Arten gibt es um Inhalte einzubauen?
- Kopieren
- Einbetten
- Verlinken
Es obliegt somit dem Nutzer sich zu informieren um zu verhindern, dass tatsächlich irgendwann einmal eine Abmahnung im Briefkasten landet - denn auch wenn die Versuchung nur zu groß ist, das Internet ist kein rechtsfreier Raum...
Sonntag, 30. März 2014
Facebook im Unterricht/an der Uni? Alternativen?
Die Privatsphäre ist wohl der ausschlaggebende Grund dafür, dass Facebook sich nicht für den Schulgebrauch eignet. Während StudentInnen sich im besten Fall bereits ein Bild zu den Privatsphäreeinstellungen und möglichen Risiken gemacht haben, müssten SchülerInnen erst darüber aufgeklärt werden. Ein weiterer Punkt gegen Facebook ist die Tatsache, dass man sich nicht sicher sein kann, dass das Copyright der entstandenen Produkte nicht automatisch an Facebook übergeht – deshalb ist man dazu gezwungen sich nach Alternativen umzusehen. Eine dieser Alternativen ist Friendfeed.
Friendfeed ist Facebook in einigen Belangen ähnlich. Der/die NutzerIn erstellt einen Accunt, verfügt über die Möglichkeit Privatnachrichten zu versenden, man kann Freunde hinzufügen und Gruppen erstellen, die entweder öffentlich oder privat geführt werden können. Innerhalb der Gruppen können nicht nur Fotos und Dateien hochgeladen werden, sondern auch Beiträge gemacht und kommentiert werden. Sicherlich, man benötigt erneut einen extra Account um auf Friendfeed aktiv sein zu können, allerdings erscheint es wesentlich schlanker als Facebook und macht auch auf den/die UserIn einen vertrauensvolleren Eindruck. Ein schneller Blick auf die AGBs bringt allerdings nicht wirklich Licht ins Dunkel, allerdings findet man in den Datenschutzbestimmungen folgenden Absatz:
„Despite our policy against the sale or use of personal information of users other than for the purpose of delivering the Services, users should be aware that what they share on the Site may be discovered by third parties without the involvement of FriendFeed, including, without limitation, search engine crawlers, bots and the like. Users should always take that into consideration whenever they share something, whether on our Site or on other third-party sites.” (friendfeed, Privatsphärebestimmungen)Der Dienst verwendet also nicht die Daten der User, oder verkauft sie sogar weiter. Vor allem aus diesem Grund wäre zu überlegen, ob man nicht Friendfeed wirklich einsetzt.
Denn auch die Bedienung der Seite ist relativ einfach gehalten. Der Großteil des Textes wurde mittlerweile auf Deutsch übersetzt, dennoch wird man sich ohne Englischkenntnisse an mancher Stelle schwer tun. Jeder User verfügt über ein eigenes Profil, dem man Foto, Benutzername und Beschreibung hinzufügen und weitere Einstellungen, wie etwa im Bezug auf das Layout, vornehmen kann. Man kann Freunde suchen, Freunde hinzufügen und löschen und ihnen Direktnachrichten schicken. Unter dem Punkt „meine Diskussionen“ werden alle Beiträge, die man geliked oder beantwortet hat, zusammengefasst und „das Beste des Tages“ listet die beliebtesten Beiträge meiner Freunde des Tages/der Woche/des Monats. Friendfeed ermöglicht auch dem User seine Freunde in verschiedene Kategorien zu unterteilen und Gruppen beizutreten oder zu gründen. Das Posten von Inhalt ist auch einfach gehalten: wie beim Vorbild Facebook lässt sich die Nachricht direkt ins Fenster tippen und Dateien und Fotos können auch direkt mit hochgeladen werden.
Beachtet man nun vor allem die Ähnlichkeit zu Facebook, so ist aufgrund der wesentlich strengeren Privatsphäreeinstellungen definitiv Friendfeed Facebook vorzuziehen.
Montag, 17. März 2014
Lerntagebücher im Unterricht - ja/nein?
Wozu ein Lerntagebuch überhaupt führen? Bringt es tatsächlich etwas, oder
ist es reine Zeitverschwendung?
Der Artikel "Ein anderer Blick auf Unterricht: Das Lerntagebuch" von Sabine Liebig beantwortet all diese Fragen genau. Ähnlich einem Tagebuch, in dem in einer gewissen Regelmäßigkeit Einträge gemacht werden und diese dazu dienen seinen Gedanken freien Lauf lassen zu können, ohne dabei auf korrekten Sprachgebrauch oder auch gehobenen Schreibstil achten zu müssen, ermöglichen Lerntagebücher dem/der Schreibenden sich mit dem Gelernten schriftlich auseinanderzusetzen.
Die Frage ist nun, wie Lerntagebücher im Unterricht eingesetzt werden können, denn sie bieten schließlich
Der Artikel "Ein anderer Blick auf Unterricht: Das Lerntagebuch" von Sabine Liebig beantwortet all diese Fragen genau. Ähnlich einem Tagebuch, in dem in einer gewissen Regelmäßigkeit Einträge gemacht werden und diese dazu dienen seinen Gedanken freien Lauf lassen zu können, ohne dabei auf korrekten Sprachgebrauch oder auch gehobenen Schreibstil achten zu müssen, ermöglichen Lerntagebücher dem/der Schreibenden sich mit dem Gelernten schriftlich auseinanderzusetzen.
Die Frage ist nun, wie Lerntagebücher im Unterricht eingesetzt werden können, denn sie bieten schließlich
"die Chance, Lernwege und Lernbiographien zu dokumentieren, Selbsterfahrung und Selbstbeobachtung zu erleben, den Lernfortschritt festzustellen, immer wieder nachlesen zu können und die Vorgehensweise sowie das eigene Lernen zu reflektieren.“ (Liebig, Link zum Artikel)Sie fördern die aktive Auseinandersetzung mit dem Gelernten und ermöglichen die Selbstkontrolle der SchülerInnen. Die SchülerInnen werden dadurch zu eigenständigen LernerInnen erzogen, etwas, das in den Lehrplänen auch explizit gefordert wird. Lerntagebücher sind für alle Schularten und Klassen geeignet, allerdings muss eine sorgsame Einführung in Sinn und Zweck, sowie in die Vorgehensweise des Tagebuchsschreibens geschehen. Die Wahl ob das Lerntagebuch elektronisch oder nicht zu schreiben ist, obliegt der Lehrperson. Ein Vorteil der digitalen Version ist selbstverständlich, dass das Niedergeschriebene immer stets neu strukturiert werden kann, Punkte hinzugefügt oder weggestrichen werden können und sich die SchülerInnen durch das Überarbeiten des Geschriebenen erneut Gedanken über das Reflektierte machen. Sie verknüpfen immer wieder einzelne Themenbereiche miteinander und schaffen somit eigenständig Querverbindungen zwischen den einzelnen Themen. Die SchülerInnen können mithilfe des Lerntagebuchs auch leichter erfassen, welche Fortschritte sie in all der Zeit gemacht haben und dies wiederrum ist ein enormer Motivationsschub. Außerdem kann das Führen eines Lerntagebuchs auch dazu führen, dass sich durch die Verschriftlichung in einem Lerntagebuch ihr Ausdruck und die Qualität ihrer schriftlichen Produktionen verbessert. Aber auch die Lehrperson kann mithilfe von Lerntagebüchern Feedback zu ihrem Unterricht bekommen und einen Überblick über die Lern- und Arbeitsweisen der Kinder erlangen und diese Erkenntnisse dann in ihrem Unterricht einfließen lassen. Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass LehrerInnen selbst durch das Führen von Lerntagebüchern die Möglichkeit bekommen ihren Unterricht, das Verhalten von SchülerInnen und das
„eigene Denken und Verhalten zu reflektieren.“ (Liebig, Link zum Artikel)Es stellt sich nun mir die Frage, in welchem Art von Lernszenario Lerntagebücher im normalen Schulalltag verwendet werden könnten. Ich denke, dass es vor allem für die schriftliche Textproduktion und die Arbeit mit Literatur im Unterricht von Vorteil ist. Inwiefern Lerntagebücher zum Reflektieren von etwa grammatikalischen Regeln, oder auch Vokabel geeignet ist, ist mir noch nicht wirklich klar – außerdem denke ich, dass es schwierig sein würde eine gesamte Klasse dazu zu motivieren ein Lerntagebuch zu schreiben. Aber vermutlich müsste man es erst einmal ausprobieren….
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