Sonntag, 30. März 2014

Facebook im Unterricht/an der Uni? Alternativen?


Mittlerweile sind die SchülerInnen, die nicht bei Facebook aktiv sind, entweder in der Unterzahl – oder im besten Fall nicht mehr vorhanden. Wieso also nicht Facebook auch im Unterricht einsetzen? Es ist leicht Inhalte zu teilen und zu verlinken, die Kommentarfunktion ist so ausgreift, dass sie eine schnelle Kommunikation zwischen den SchülerInnen/Studierenden ermöglicht, Dokumente können hochgeladen und bearbeitet werden und Privatnachrichten können ebenfalls für die Kommunikation unter den SchülerInnen/Studierenden genutzt werden. Vieles spricht für den Einsatz von Facebook im Lernbereich, allerdings noch viel mehr spricht dagegen.

Die Privatsphäre ist wohl der ausschlaggebende Grund dafür, dass Facebook sich nicht für den Schulgebrauch eignet. Während StudentInnen  sich im besten Fall bereits ein Bild zu den Privatsphäreeinstellungen und möglichen Risiken gemacht haben, müssten SchülerInnen erst darüber aufgeklärt werden. Ein weiterer Punkt gegen Facebook ist die Tatsache, dass man sich nicht sicher sein kann, dass das Copyright der entstandenen Produkte nicht automatisch an Facebook übergeht – deshalb ist man dazu gezwungen sich nach Alternativen umzusehen. Eine dieser Alternativen ist Friendfeed.

Friendfeed ist Facebook in einigen Belangen ähnlich.  Der/die NutzerIn erstellt einen Accunt, verfügt über die Möglichkeit Privatnachrichten zu versenden, man kann Freunde hinzufügen und Gruppen erstellen, die entweder öffentlich oder privat geführt werden können. Innerhalb der Gruppen können nicht nur Fotos und Dateien hochgeladen werden, sondern auch Beiträge gemacht und kommentiert werden. Sicherlich, man benötigt erneut einen extra Account um auf Friendfeed aktiv sein zu können, allerdings erscheint es wesentlich schlanker als Facebook und macht auch auf den/die UserIn einen vertrauensvolleren Eindruck. Ein schneller Blick auf die AGBs bringt allerdings nicht wirklich Licht ins Dunkel, allerdings findet man in den Datenschutzbestimmungen folgenden Absatz:
„Despite our policy against the sale or use of personal information of users other than for the purpose of delivering the Services, users should be aware that what they share on the Site may be discovered by third parties without the involvement of FriendFeed, including, without limitation, search engine crawlers, bots and the like. Users should always take that into consideration whenever they share something, whether on our Site or on other third-party sites.” (friendfeed, Privatsphärebestimmungen)
Der Dienst verwendet also nicht die Daten der User, oder verkauft sie sogar weiter. Vor allem aus diesem Grund wäre zu überlegen, ob man nicht Friendfeed wirklich einsetzt.

Denn auch die Bedienung der Seite ist relativ einfach gehalten. Der Großteil des Textes wurde mittlerweile auf Deutsch übersetzt, dennoch wird man sich ohne Englischkenntnisse an mancher Stelle schwer tun. Jeder User verfügt über ein eigenes Profil, dem man Foto, Benutzername und Beschreibung hinzufügen und weitere Einstellungen, wie etwa im Bezug auf das Layout, vornehmen kann. Man kann Freunde suchen, Freunde hinzufügen und löschen und ihnen Direktnachrichten schicken. Unter dem Punkt „meine Diskussionen“ werden alle Beiträge, die man geliked oder beantwortet hat, zusammengefasst und „das Beste des Tages“ listet die beliebtesten Beiträge meiner Freunde des Tages/der Woche/des Monats. Friendfeed ermöglicht auch dem User seine Freunde in verschiedene Kategorien zu unterteilen und Gruppen beizutreten oder zu gründen. Das Posten von Inhalt ist auch einfach gehalten: wie beim Vorbild Facebook lässt sich die Nachricht direkt ins Fenster tippen und Dateien und Fotos können auch direkt mit hochgeladen werden.

Beachtet man nun vor allem die Ähnlichkeit zu Facebook, so ist aufgrund der wesentlich strengeren Privatsphäreeinstellungen definitiv Friendfeed Facebook vorzuziehen.

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