Montag, 31. März 2014
Quick tip: das Urheberrecht und wie man es den SchülerInnen erklären soll
Ich bin durch Zufall auf diese Broschüre gestoßen, die sogar Materialien zu dem Thema Urheberrecht beinhaltet, die an die SchülerInnen ausgeteilt werden sollen.
Ein kleiner Ausflug ins Urheberrecht
Man kennt dieses Szenario nur allzu gut: man stößt auf Youtube auf ein lustiges Video oder in den Weiten des World Wide Web auf ein besonders süßes Katzenfoto und muss es natürlich sofort auf seiner Facebookchronik posten um es mit all seinen Freunden zu teilen. Doch kaum jemand macht sich darüber Gedanken, ob er das darf oder nicht. Ist es automatisch eine Urheberrechtsverletzung?
Wer auf der sicheren Seite sein möchte, der verwendet Dateien mit einer sogenannten „Creative Commons“ Lizenz. Hierbei handelt es sich um Werke, die von ihren Urhebern zur Verfügung gestellt werden und unter bestimmten Bedingungen weiterverwendet werden dürfen. Der Urheber entscheidet selbst was mit seinen Werken gemacht werden darf und will im Gegenzug genannt werden. Eine durchaus gute Idee, mittlerweile ist nicht nur bei Bildersuchmaschinen wie Flickr.com ein Filter für Creative Commons Bilder verfügbar, sogar Google erlaubt mittlerweile die gezielte Suche nach Bildern mit einer Creative Commons Lizenz. Ein guter Schritt nach vorne, allerdings ändert dies nichts an der Tatsache, dass der Großteil der Bevölkerung weder von Creative Commons je etwas gehört hat, noch dass er sich Gedanken über das Urheberrecht macht.
Dieses Video verdeutlicht ganz genau, wie Creative Commons funktioniert - um keine Urheberrechtsverletzung zu begehen, da keinerlei Vermerke zur Lizenz im Profil oder der Videobeschreibung gemacht wurden, wurde vorsichthalber nur verlinkt.Was kann man nun machen um nicht selbst zum "Pirat" zu werden? Der elektronische Reporter gibt in einer Folge einen guten Einblick in die Problematik.
Welche zwei Arten gibt es um Inhalte einzubauen?
- Kopieren
- Einbetten
- Verlinken
Es obliegt somit dem Nutzer sich zu informieren um zu verhindern, dass tatsächlich irgendwann einmal eine Abmahnung im Briefkasten landet - denn auch wenn die Versuchung nur zu groß ist, das Internet ist kein rechtsfreier Raum...
Sonntag, 30. März 2014
Facebook im Unterricht/an der Uni? Alternativen?
Die Privatsphäre ist wohl der ausschlaggebende Grund dafür, dass Facebook sich nicht für den Schulgebrauch eignet. Während StudentInnen sich im besten Fall bereits ein Bild zu den Privatsphäreeinstellungen und möglichen Risiken gemacht haben, müssten SchülerInnen erst darüber aufgeklärt werden. Ein weiterer Punkt gegen Facebook ist die Tatsache, dass man sich nicht sicher sein kann, dass das Copyright der entstandenen Produkte nicht automatisch an Facebook übergeht – deshalb ist man dazu gezwungen sich nach Alternativen umzusehen. Eine dieser Alternativen ist Friendfeed.
Friendfeed ist Facebook in einigen Belangen ähnlich. Der/die NutzerIn erstellt einen Accunt, verfügt über die Möglichkeit Privatnachrichten zu versenden, man kann Freunde hinzufügen und Gruppen erstellen, die entweder öffentlich oder privat geführt werden können. Innerhalb der Gruppen können nicht nur Fotos und Dateien hochgeladen werden, sondern auch Beiträge gemacht und kommentiert werden. Sicherlich, man benötigt erneut einen extra Account um auf Friendfeed aktiv sein zu können, allerdings erscheint es wesentlich schlanker als Facebook und macht auch auf den/die UserIn einen vertrauensvolleren Eindruck. Ein schneller Blick auf die AGBs bringt allerdings nicht wirklich Licht ins Dunkel, allerdings findet man in den Datenschutzbestimmungen folgenden Absatz:
„Despite our policy against the sale or use of personal information of users other than for the purpose of delivering the Services, users should be aware that what they share on the Site may be discovered by third parties without the involvement of FriendFeed, including, without limitation, search engine crawlers, bots and the like. Users should always take that into consideration whenever they share something, whether on our Site or on other third-party sites.” (friendfeed, Privatsphärebestimmungen)Der Dienst verwendet also nicht die Daten der User, oder verkauft sie sogar weiter. Vor allem aus diesem Grund wäre zu überlegen, ob man nicht Friendfeed wirklich einsetzt.
Denn auch die Bedienung der Seite ist relativ einfach gehalten. Der Großteil des Textes wurde mittlerweile auf Deutsch übersetzt, dennoch wird man sich ohne Englischkenntnisse an mancher Stelle schwer tun. Jeder User verfügt über ein eigenes Profil, dem man Foto, Benutzername und Beschreibung hinzufügen und weitere Einstellungen, wie etwa im Bezug auf das Layout, vornehmen kann. Man kann Freunde suchen, Freunde hinzufügen und löschen und ihnen Direktnachrichten schicken. Unter dem Punkt „meine Diskussionen“ werden alle Beiträge, die man geliked oder beantwortet hat, zusammengefasst und „das Beste des Tages“ listet die beliebtesten Beiträge meiner Freunde des Tages/der Woche/des Monats. Friendfeed ermöglicht auch dem User seine Freunde in verschiedene Kategorien zu unterteilen und Gruppen beizutreten oder zu gründen. Das Posten von Inhalt ist auch einfach gehalten: wie beim Vorbild Facebook lässt sich die Nachricht direkt ins Fenster tippen und Dateien und Fotos können auch direkt mit hochgeladen werden.
Beachtet man nun vor allem die Ähnlichkeit zu Facebook, so ist aufgrund der wesentlich strengeren Privatsphäreeinstellungen definitiv Friendfeed Facebook vorzuziehen.
Montag, 17. März 2014
Lerntagebücher im Unterricht - ja/nein?
Wozu ein Lerntagebuch überhaupt führen? Bringt es tatsächlich etwas, oder
ist es reine Zeitverschwendung?
Der Artikel "Ein anderer Blick auf Unterricht: Das Lerntagebuch" von Sabine Liebig beantwortet all diese Fragen genau. Ähnlich einem Tagebuch, in dem in einer gewissen Regelmäßigkeit Einträge gemacht werden und diese dazu dienen seinen Gedanken freien Lauf lassen zu können, ohne dabei auf korrekten Sprachgebrauch oder auch gehobenen Schreibstil achten zu müssen, ermöglichen Lerntagebücher dem/der Schreibenden sich mit dem Gelernten schriftlich auseinanderzusetzen.
Die Frage ist nun, wie Lerntagebücher im Unterricht eingesetzt werden können, denn sie bieten schließlich
Der Artikel "Ein anderer Blick auf Unterricht: Das Lerntagebuch" von Sabine Liebig beantwortet all diese Fragen genau. Ähnlich einem Tagebuch, in dem in einer gewissen Regelmäßigkeit Einträge gemacht werden und diese dazu dienen seinen Gedanken freien Lauf lassen zu können, ohne dabei auf korrekten Sprachgebrauch oder auch gehobenen Schreibstil achten zu müssen, ermöglichen Lerntagebücher dem/der Schreibenden sich mit dem Gelernten schriftlich auseinanderzusetzen.
Die Frage ist nun, wie Lerntagebücher im Unterricht eingesetzt werden können, denn sie bieten schließlich
"die Chance, Lernwege und Lernbiographien zu dokumentieren, Selbsterfahrung und Selbstbeobachtung zu erleben, den Lernfortschritt festzustellen, immer wieder nachlesen zu können und die Vorgehensweise sowie das eigene Lernen zu reflektieren.“ (Liebig, Link zum Artikel)Sie fördern die aktive Auseinandersetzung mit dem Gelernten und ermöglichen die Selbstkontrolle der SchülerInnen. Die SchülerInnen werden dadurch zu eigenständigen LernerInnen erzogen, etwas, das in den Lehrplänen auch explizit gefordert wird. Lerntagebücher sind für alle Schularten und Klassen geeignet, allerdings muss eine sorgsame Einführung in Sinn und Zweck, sowie in die Vorgehensweise des Tagebuchsschreibens geschehen. Die Wahl ob das Lerntagebuch elektronisch oder nicht zu schreiben ist, obliegt der Lehrperson. Ein Vorteil der digitalen Version ist selbstverständlich, dass das Niedergeschriebene immer stets neu strukturiert werden kann, Punkte hinzugefügt oder weggestrichen werden können und sich die SchülerInnen durch das Überarbeiten des Geschriebenen erneut Gedanken über das Reflektierte machen. Sie verknüpfen immer wieder einzelne Themenbereiche miteinander und schaffen somit eigenständig Querverbindungen zwischen den einzelnen Themen. Die SchülerInnen können mithilfe des Lerntagebuchs auch leichter erfassen, welche Fortschritte sie in all der Zeit gemacht haben und dies wiederrum ist ein enormer Motivationsschub. Außerdem kann das Führen eines Lerntagebuchs auch dazu führen, dass sich durch die Verschriftlichung in einem Lerntagebuch ihr Ausdruck und die Qualität ihrer schriftlichen Produktionen verbessert. Aber auch die Lehrperson kann mithilfe von Lerntagebüchern Feedback zu ihrem Unterricht bekommen und einen Überblick über die Lern- und Arbeitsweisen der Kinder erlangen und diese Erkenntnisse dann in ihrem Unterricht einfließen lassen. Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass LehrerInnen selbst durch das Führen von Lerntagebüchern die Möglichkeit bekommen ihren Unterricht, das Verhalten von SchülerInnen und das
„eigene Denken und Verhalten zu reflektieren.“ (Liebig, Link zum Artikel)Es stellt sich nun mir die Frage, in welchem Art von Lernszenario Lerntagebücher im normalen Schulalltag verwendet werden könnten. Ich denke, dass es vor allem für die schriftliche Textproduktion und die Arbeit mit Literatur im Unterricht von Vorteil ist. Inwiefern Lerntagebücher zum Reflektieren von etwa grammatikalischen Regeln, oder auch Vokabel geeignet ist, ist mir noch nicht wirklich klar – außerdem denke ich, dass es schwierig sein würde eine gesamte Klasse dazu zu motivieren ein Lerntagebuch zu schreiben. Aber vermutlich müsste man es erst einmal ausprobieren….
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